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Heirat erst nach Ufo-Ausflug
Laiengruppe der Lörzweiler Cäcilia führt "Isidors dreistes Stück" auf
Von Uta Lehr
LÖRZWEILER Auf die Frage des Bauern Bertram Bachtaler (Wolfgang Gilsdorf), warum er immer so unpünktlich sein muss, antwortet Isidor (Werner Bussas): "Was heißt hier muss, ich bin es doch freiwillig." Gekonnt eingesetzte Wortspielereien beherrschten die Theateraufführung "Isidors dreistes Stück" der Laienspielgruppe des katholischen Kirchenchors "Cäcilia" Lörzweiler auf der Bühne der ausverkauften Hohberghalle. Die Rolle des Knechtes Isidor war Werner Bussas wie auf den Leib geschrieben. Mit schwergewichtigem Körper und wachem Geist bot er dem ewig nörgelnden Bauern Bachtaler und der heiratswütigen Zenzi (Pia Lang) immer wieder schlagfertig Paroli.
Die Handlung des ländlichen Schwankes von Albert Kräuter spielt sich in einer stilvoll möblierten Bauernstube ab. Aus dem Gespräch zwischen dem Bauern und seiner Frau Leni (Martina Wagner) ergibt sich, dass sich ihr Hof in einer wirtschaftlich schwierigen Situation befindet. Die gereizte Stimmung verschlechtert sich noch, als Wahrsagerin Laurenzia (Waltraud Klüter) "negative Schwingungen" zu spüren glaubt und schlimme Zeiten voraussieht.
Die Rettung wäre, wenn Katharina (Beate Haub), die Tochter des Bauern, einen reichen Mann heiraten würde. Doch sie ist, entgegen aller Intrigen ihres Vaters, in den jungen Angestellten Simon (Klaus Altenbach) verliebt. Turbulent wird es, als Isidor seinen Traum von einem Ufo erzählt, das auf der Scheune gelandet ist. Nun scheint sich die Wahrsagung der Laurenzia zu bestätigen. Die kleinen grünen Männchen aus dem Ufo melden sich über ein Funkgerät: "Wir kommen!" Panik bricht in der Bauernstube aus.
Der Bauer trägt nun immer eine Kordel bei sich, damit er sich am Tisch festbinden kann, wenn ihn die Ufo-Besatzung holen will, Isidor benutzt dazu eine Kette. Entwarnung gibt es von Simon, der sich dazu bekennt, die Meldung mittels zweier Funkgeräte inszeniert zu haben - nur dem Bauern wollen sie nichts sagen. Er soll ruhig noch an das Ufo glauben.
Geräusche und Lichtkegel kündigen die Landung des Raumschiffes an. Außerirdische vor dem Fenster lassen den Bauern immer noch an den Spuk glauben. Doch wie im Märchen - es löst sich alles in Wohlgefallen auf, und letztendlich dürfen auch Katharina und Simon heiraten. Zenzis Hoffnung, dass Isidor sie heiratet, geht nicht ganz auf. Er sagt zwar "Ja...", meint aber beiläufig: "...wenn ich von meiner Ufo-Mission zurück bin, so in etwa 2500 Jahren."
Begeistert applaudieren die Zuschauer den Darstellern, unter ihnen auch Horst Klüter als sächselnder Hausierer Friedhelm Eierlein, Michael Christ als Pfarrer und Karin Lang als Akkordeonspielerin.
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