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Golf gut fürs Zwerchfell
Lörzweiler Hohberghalle bebt bei "Wer zuletzt locht, lacht am
besten"
Von Werner Baum
LÖRZWEILER - Seit rund 80 Jahren spielen Aktive des Katholischen
Kirchenchors "Cäcilia 1838" Theater. Alljährlich mit viel Erfolg,
wie es die Besucherzahlen belegen. Zu Generalprobe und zwei
Abendveranstaltungen hieß Vorsitzender Wolfgang Gilsdorf wieder rund 800
Zuschauer in der Hohberghalle willkommen. Das diesjährige Lustspiel "Wer
zuletzt locht, lacht am Besten" von W. Kynaß, eine Komödie um den
Golfsport und die Liebe, brachte den Akteuren viel Beifall und Applaus auf
offener Szene.
Das Stück lebt von Verwechslungen. Probleme mit den Nachbarn und
unvorhergesehene Ereignisse geben dem Durcheinander dann den letzten Schliff.
Der Bulle "Hannibal" wird aus dem Stall gelassen, um die
Golfspieler zu vertreiben und heimlich wird Rizinusöl in Gläsern
ausgeschenkt. Franz Jäger (Wolfgang Gilsdorf), der Besitzer eines Lokals und
einer Neun-Loch-Golfanlage, will sein Gelände erweitern. Doch es gibt große
Probleme mit der Bäuerin Anne Weiler (Waltraud Klüter), die sich durch
umherfliegende Golfbälle belästigt fühlt. Und ausgerechnet ihr gehört ein
Grundstück, das für die Erweiterung benötigt wird. Wirt Jäger schickt seine
Frau Simone (Pia Lang) in Kur, damit er gemeinsam mit seinem Hausangestellten
Bernd Bierlein (Werner Bussas) alles planen kann. Dann lädt der Gastronom
Bürgermeisterin Sabrina Frick (Hildegard Galm) und den Grafen Max von Notsitz
(Horst Klüter) ein. Der Baulustige hofft auf die Unterstützung durch den
Adligen im Golfverband. Doch dann wird der neu eingestellte Hilfsarbeiter
(Klaus Altenbach), der zufällig den Namen Graf trägt, mit dem echten Adligen
verwechselt, und Erna Jäger (Beate Haub), Tochter des Hauses, die eigentlich
nicht gut auf den Adel zu sprechen ist, verliebt sich in den vermeintlichen
Arbeiter, den richtigen Grafen. Als dann noch die Gattin des Wirtes als Mann
verkleidet in der Pension ein Zimmer erhält, um ihren Gatten heimlich zu
überwachen, ist das heitere Chaos komplett. Und dann taucht auch noch der
Butler (Michael Christ) auf, der für das Gepäck des Nobelmannes und sein
Wohlbefinden verantwortlich zeichnet. Auch Anja (Martina Wagner), "Perle
des Hauses", verliebt sich in den falschen Edelmann. Die Situation wird
immer undurchsichtiger.
Entschieden werden soll die Golfplatz-Erweiterung schließlich - auf
Vorschlag der Bürgermeisterin - mittels Golfturnier, das aber zu keinem Ergebnis
führt. Statt der Platzerweiterung kommt es, nachdem das Verwechslungsknäuel
entwirrt ist, zu einigen Verlobungen.
Eine geschlossene Leistung der Akteure auf der Bühne, die sich ihren
Applaus wohl verdient hatten. Für die Maske war Silke Klein, für die Technik
Helmut Konhäuser verantwortlich. Angelika Volkmer hatte die Aufgabe der
Souffleuse übernommen.
Auf die Vorstellung stimmte der Chor mit einigen Liedern ein, und Präses
Dr. Ludger Müller dankte den Laienspielern, den Sängerinnen und Sängern, die
dem Publikum wieder heitere Stunden geboten hätten.
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