Aufführung 2004

"Wer zuletzt locht, lacht am Besten"

Ein Lustspiel in drei Akten
von W. Kynass

24. und 25. Januar 2004

Hier ein Bericht aus der AZ vom 26.01.04 sowie einige Szenen-Fotos
 

Golf gut fürs Zwerchfell

Lörzweiler Hohberghalle bebt bei "Wer zuletzt locht, lacht am besten"

Von Werner Baum

LÖRZWEILER - Seit rund 80 Jahren spielen Aktive des Katholischen Kirchenchors "Cäcilia 1838" Theater. Alljährlich mit viel Erfolg, wie es die Besucherzahlen belegen. Zu Generalprobe und zwei Abendveranstaltungen hieß Vorsitzender Wolfgang Gilsdorf wieder rund 800 Zuschauer in der Hohberghalle willkommen. Das diesjährige Lustspiel "Wer zuletzt locht, lacht am Besten" von W. Kynaß, eine Komödie um den Golfsport und die Liebe, brachte den Akteuren viel Beifall und Applaus auf offener Szene.

Das Stück lebt von Verwechslungen. Probleme mit den Nachbarn und unvorhergesehene Ereignisse geben dem Durcheinander dann den letzten Schliff. Der Bulle "Hannibal" wird aus dem Stall gelassen, um die Golfspieler zu vertreiben und heimlich wird Rizinusöl in Gläsern ausgeschenkt. Franz Jäger (Wolfgang Gilsdorf), der Besitzer eines Lokals und einer Neun-Loch-Golfanlage, will sein Gelände erweitern. Doch es gibt große Probleme mit der Bäuerin Anne Weiler (Waltraud Klüter), die sich durch umherfliegende Golfbälle belästigt fühlt. Und ausgerechnet ihr gehört ein Grundstück, das für die Erweiterung benötigt wird. Wirt Jäger schickt seine Frau Simone (Pia Lang) in Kur, damit er gemeinsam mit seinem Hausangestellten Bernd Bierlein (Werner Bussas) alles planen kann. Dann lädt der Gastronom Bürgermeisterin Sabrina Frick (Hildegard Galm) und den Grafen Max von Notsitz (Horst Klüter) ein. Der Baulustige hofft auf die Unterstützung durch den Adligen im Golfverband. Doch dann wird der neu eingestellte Hilfsarbeiter (Klaus Altenbach), der zufällig den Namen Graf trägt, mit dem echten Adligen verwechselt, und Erna Jäger (Beate Haub), Tochter des Hauses, die eigentlich nicht gut auf den Adel zu sprechen ist, verliebt sich in den vermeintlichen Arbeiter, den richtigen Grafen. Als dann noch die Gattin des Wirtes als Mann verkleidet in der Pension ein Zimmer erhält, um ihren Gatten heimlich zu überwachen, ist das heitere Chaos komplett. Und dann taucht auch noch der Butler (Michael Christ) auf, der für das Gepäck des Nobelmannes und sein Wohlbefinden verantwortlich zeichnet. Auch Anja (Martina Wagner), "Perle des Hauses", verliebt sich in den falschen Edelmann. Die Situation wird immer undurchsichtiger.

Entschieden werden soll die Golfplatz-Erweiterung schließlich - auf Vorschlag der Bürgermeisterin - mittels Golfturnier, das aber zu keinem Ergebnis führt. Statt der Platzerweiterung kommt es, nachdem das Verwechslungsknäuel entwirrt ist, zu einigen Verlobungen.

Eine geschlossene Leistung der Akteure auf der Bühne, die sich ihren Applaus wohl verdient hatten. Für die Maske war Silke Klein, für die Technik Helmut Konhäuser verantwortlich. Angelika Volkmer hatte die Aufgabe der Souffleuse übernommen.

Auf die Vorstellung stimmte der Chor mit einigen Liedern ein, und Präses Dr. Ludger Müller dankte den Laienspielern, den Sängerinnen und Sängern, die dem Publikum wieder heitere Stunden geboten hätten.