Aufführung 2003

"Mord im Hühnerstall"

Ein Schwank in drei Akten
von Regina Rüsch

25. und 26. Januar 2003

Hier ein Bericht aus der AZ vom 27.01.03 sowie einige Szenen-Fotos
 

Die Rolle seines Lebens

Kirchenchor "Cäcilia" brilliert mit dem Laienspiel "Mord im Hühnerstall"

Von unserem Mitarbeiter Werner Baum

LÖRZWEILER - Das Laienspiel wird beim Katholischen Kirchenchor 'Cäcilia 1838" seit Jahrzehnten gepflegt. Rund 700 Besucher tankten in der Hohberghalle in zwei Vorstellungen am Wochenende beim 'Mord im Hühnerstall" Humor. Viel Beifall für die Darsteller gaben der Truppe nach den mehrwöchigen Proben weiter Mut, die Tradition fortzusetzen.
Seit Jahren existiert bei der 'Cäcilia" ein fester Kader an Darstellerinnen und Darstellern. Werden mehr Schauspieler benötigt, kann der Kirchenchor auf eine 'Reservebank" von Spielerinnen und Spielern zurückgreifen. Die Mimen im mysteriösen 'Mord im Hühnerstall" hatten keineswegs leichte Aufgaben. Im Schwank von Regina Rösch waren naive und aufschneiderische Typen zu besetzen. Wie so oft in den Lustspielen, spiegelt sich die Freude am Überschwang der Autoren. Im 'Mord im Hühnerstall", der nie stattfand, aber lange Zeit im Raum stand, wurden viele verdächtigt. Das 'Verbrechen", geschickt mit einer Doppelrolle eingefädelt, klärt sich nach den Ermittlungen der Polizei erst ganz am Schluss auf. Das 'Happy End" ließ fast drei Stunden auf sich warten. Das Bühnenbild mit der Alpenlandschaft passte nicht so recht zum rheinhessischem Dialekt der Mitwirkenden. Die Leistungen des gesamten Teams überzeugten dagegen restlos. Die komplizierte Handlung beginnt mit dem Auftauchen der zweifelhaften Damen Sabine (Beate Haub) und Agathe (Hildegard Galm) in einer Pension. Die beiden Junggesellen Alfons (Wolfgang Gilsdorf) und Karl-Josef (Werner Bussas) kommen ins Schwärmen und scheuen bereits im Voraus keine Ausgaben für ein Tête-à-tête.
Der Abend führt allerdings zum Aufruhr rund um die Herberge und im Hühnerstall. Mit im heiteren Schlammassel verwickelt sind die Schwestern Lisbeth (Pia Lang) und Sophie (Martina Wagner), die die 'Leiche" verschwinden ließen.
Zufällig wohnten in der Pension inkognito die beiden bekannten Kommissare Derrik (Dr. Klaus Altenbach) und Kleiner (Michael Christ). In die Ermittlungen eingeschaltet sind auch der 'Verdelsbutze" Leo, gespielt von Horst Klüter, der in der Rolle seines Lebens, von Beruf tatsächlicher Polizeihauptkommissar, aufging. Während am Ende eine der Betrügerinnen noch vor Ort verhaftet werden konnte, gelingt der Komplizin die Flucht.

Die Aufgaben der Souffleuse hatte Angelika Volkmer übernommen. Die Requisiten besorgten Horst Klüter und das Team. Den Beauty-Koffer hatte Waltraud Klüter stets parat, um die Darstellerinnen und Darsteller zu schminken. Helmut Kronhäuser brachte die technischen Effekte in das Geschehen. Zum Auftakt der Theaterabende hatte der Chor unter der Leitung von Timo Rieth die Besucher auf die Abende eingestimmt.