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Die Rolle seines Lebens
Kirchenchor "Cäcilia" brilliert mit dem Laienspiel "Mord im
Hühnerstall"
Von unserem Mitarbeiter Werner Baum
LÖRZWEILER - Das Laienspiel wird beim Katholischen Kirchenchor 'Cäcilia
1838" seit Jahrzehnten gepflegt. Rund 700 Besucher tankten in der Hohberghalle
in zwei Vorstellungen am Wochenende beim 'Mord im Hühnerstall" Humor.
Viel Beifall für die Darsteller gaben der Truppe nach den mehrwöchigen
Proben weiter Mut, die Tradition fortzusetzen.
Seit Jahren existiert bei der 'Cäcilia" ein fester Kader an Darstellerinnen
und Darstellern. Werden mehr Schauspieler benötigt, kann der Kirchenchor
auf eine 'Reservebank" von Spielerinnen und Spielern zurückgreifen. Die
Mimen im mysteriösen 'Mord im Hühnerstall" hatten keineswegs leichte Aufgaben.
Im Schwank von Regina Rösch waren naive und aufschneiderische Typen zu
besetzen. Wie so oft in den Lustspielen, spiegelt sich die Freude am Überschwang
der Autoren. Im 'Mord im Hühnerstall", der nie stattfand, aber lange Zeit
im Raum stand, wurden viele verdächtigt. Das 'Verbrechen", geschickt mit
einer Doppelrolle eingefädelt, klärt sich nach den Ermittlungen der Polizei
erst ganz am Schluss auf. Das 'Happy End" ließ fast drei Stunden auf sich
warten. Das Bühnenbild mit der Alpenlandschaft passte nicht so recht zum
rheinhessischem Dialekt der Mitwirkenden. Die Leistungen des gesamten
Teams überzeugten dagegen restlos. Die komplizierte Handlung beginnt mit
dem Auftauchen der zweifelhaften Damen Sabine (Beate Haub) und Agathe
(Hildegard Galm) in einer Pension. Die beiden Junggesellen Alfons (Wolfgang
Gilsdorf) und Karl-Josef (Werner Bussas) kommen ins Schwärmen und scheuen
bereits im Voraus keine Ausgaben für ein Tête-à-tête.
Der Abend führt allerdings zum Aufruhr rund um die Herberge und im Hühnerstall.
Mit im heiteren Schlammassel verwickelt sind die Schwestern Lisbeth (Pia
Lang) und Sophie (Martina Wagner), die die 'Leiche" verschwinden ließen.
Zufällig wohnten in der Pension inkognito die beiden bekannten Kommissare
Derrik (Dr. Klaus Altenbach) und Kleiner (Michael Christ). In die Ermittlungen
eingeschaltet sind auch der 'Verdelsbutze" Leo, gespielt von Horst Klüter,
der in der Rolle seines Lebens, von Beruf tatsächlicher Polizeihauptkommissar,
aufging. Während am Ende eine der Betrügerinnen noch vor Ort verhaftet
werden konnte, gelingt der Komplizin die Flucht.
Die Aufgaben der Souffleuse hatte Angelika Volkmer übernommen. Die Requisiten
besorgten Horst Klüter und das Team. Den Beauty-Koffer hatte Waltraud
Klüter stets parat, um die Darstellerinnen und Darsteller zu schminken.
Helmut Kronhäuser brachte die technischen Effekte in das Geschehen. Zum
Auftakt der Theaterabende hatte der Chor unter der Leitung von Timo Rieth
die Besucher auf die Abende eingestimmt.
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