Aufführung 1999

"Eine wilde Hormongeschichte"

Ein Bauernschwank in drei Akten von Hannes Selker

16. und 17. Januar 1999

Hier ein Bericht aus der Rhein-Zeitung sowie einige Szenen-Fotos (Anklicken zum Vergrößern)
 
Bussas brillierte im Hawaiihemd

Bauernschwank in Lörzweiler: Bürgermeister spielte liebestollen Opa

Von Frederike Scholl

LÖRZWEILER. Star des Theaterabends beim katholischen Kirchenchor "Cäcilia" war zweifellos Ortsbürgermeister Werner Bussas. Als temperamentvoller, liebestoller Opa "Joschi" begeisterte er im Hawaiihemd die Zuschauer. Aber auch die anderen neun Darsteller überzeugten im Bauernschwank "Eine wilde Hormongeschichte" und stellten somit ihr schauspielerisches Talent unter Beweis.

Chor stimmte ein

Zur Einstimmung sang der Chor in der fast ausverkauften Hohberghalle einige Lieder, bevor der Vorsitzende Wolfgang Gilsdorf die Gäste begrüßte. Dann nahm das turbulent-lustige Theaterstück seinen Lauf.

In der "Hormongeschichte" wurde die Diskussion um Genmanipulation bei Tieren und Lebensmitteln ironisiert. Überzeugend war vor allem Pia Lang als temperamentvolle, vom Modernisierungswahn besessene Bäuerin Johanna. Diese und ihr Sohn Thomas (Klaus Altenbach) haben für diverse Umstrukturierungen des "Hammer-Hofes" gesorgt, die jedoch fehlgeschlagen sind. Nun steht es finanziell schlecht um den Hof.

Eines Tages erscheint zufällig ein zerstreuter Professor Zweistein - hervorragend gespielt von Horst Klüter -, der eine Lösung für alle Probleme gefunden haben will. Gentechnisch manipulierte Hormone sollen das Wachstum der Tiere um ein Vielfaches steigern. Auch Haarwuchs- und Liebesmittel hat der Professor bei seinen Forschungen entdeckt. Plötzlich sind nicht nur die Bäuerin und der Jungbauer Feuer und Flamme für die Idee: Opa Joschi möchte seinen spärlichen Haarwuchs fördern und seine Schwester Cilli sowie deren Freundin Dorothea wollen ihr Liebesleben noch einmal aufpeppen. Doch bei der Erprobung der Mittel geschehen einige Verwechslungen, was zum großen Chaos führt. Mit Müh und Not kann alles wieder in Ordnung gebracht werden, doch bis dahin ist die Hölle los . . .

Verwechslungen und Chaos

Großen Applaus bekamen Hildegard Galm und Waltraud Klüter, die sich in ihren Rollen als bissige Cilli und Dorothea als reinste Verwandlungskünstler entpuppten. Ihr Schauspieltalent bewiesen auch Wolfgang Gilsdorf als gutmütiger, konservativer Bauer Valentin und Michael Christ als kluger Dr. Wurzel. Martina Wagner überzeugte als aufgedonnerte Businesslady und Silke Klein als deren Gegenspielerin Lisa, das liebe Mädchen vom Land.